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Was ist Usability?

Jeder kennt Videorecorder, die erst nach langwieriger Lektüre der Bedienungsanleitung zu programmieren sind - ein gängiges Beispiel für schlechte Usability, also die fehlende Benutzungsfreundlichkeit. Die gleiche Erfahrung kann man mit verschiedenen Internet-Auftritten machen, bei denen man z.B. gewünschte Informationen nicht oder nur mühsam findet, bei denen der Kauf einer Ware einfach nicht gelingen will oder deren Gestaltung mit schwarzem Hintergrund, grellen Farben und vielen blinkenden Informationen verwirrend und abschreckend wirkt.

"Usability eines Produktes ist das Ausmaß, in dem es von einem bestimmten Benutzer verwendet werden kann, um bestimmte Ziele in einem bestimmten Kontext effektiv, effizient und zufriedenstellend zu erreichen" (DIN 9421).

Wichtig an dieser Definition ist die Tatsache, dass es immer um eine Interaktion zwischen einem Benutzer mit seinen eigenen Zielen und einem Produkt (Webseite) in einer konkreten Situation geht. Es kann also kein absolutes Usability-Maß unabhängig von diesen Kriterien geben. Daraus leitet sich übrigens die Unmöglichkeit ab, verschiedene Seiten hinsichtlich ihrer Benutzerfreundlichkeit ausschließlich mit demselben Instrument (Fragebogen, Checkliste) zu beurteilen und einen allgemeingültigen Index zu erstellen. Trotzdem gibt es natürlich allgemeingültige Regeln, die eingehalten werden sollten.

Effektiv ist der Umgang mit einer Webseite, wenn der Nutzer seine Ziele genau und vollständig erreichen kann.

Die Effizienz der Interaktion bestimmt sich aus dem Aufwand, den ein Nutzer zur Zielerreichung treiben muss.

Die Messung bzw. Beschreibung der Usability einer Webseite hat also folgende Einflussgrößen (unabhängige Variablen):

Die zu messenden Werte (abhängige Variablen, Maße für die Usability) sind dann

Die wichtigste Schlussfolgerung aus dieser Definition muss sein, dass der Betreiber einer Webseite möglichst viel über seine eigenen Ziele und die Merkmale und Ziele seiner Kunden/Nutzer wissen sollte.