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Sichere E-Mail-Adressen

Im Internet sind kleine Programme (sogenannte Robots) unterwegs, die keinen anderen Zweck verfolgen als E-Mail-Adressen einzusammeln, um an diese Adressen unerwünschte Werbung (Spam) zu verschicken. Im folgenden Artikel finden Sie einige Möglichkeiten, den Spamversendern das Leben schwerer zu machen.

Laut Teledienstegesetz (TDG) sind Sie verpflichtet, auf einer geschäftlichen Webseite Ihre E-Mail-Kontaktdaten anzugeben, und zwar "...leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar" (TDG §6). Dies machen sich Spamversender zu Nutze, indem sich mit Suchrobotern das Internet auf der Jagd nach existierenden Adressen durchkämmen. Weglassen der E-Mail-Adresse hat - nicht nur wegen der gesetzlichen Vorschriften - keinen Sinn, denn Sie wollen ja Ihren Kunden die Möglichkeit der Kontaktaufnahme bieten.
Es gibt aber verschiedene Möglichkeiten, das Auslesen von E-Mail-Adressen aus der Homepage wenn nicht zu vereiteln, so zumindest zu erschweren.
Robots suchen nach charakteristischen Zeichenketten für E-Mail-Adressen, die das Zeichen @ eingeschlossen von Text enthalten. Wie können Sie verhindern, dass solche Zeichenketten auf Ihrer Webseite für Robots lesbar auftauchen?
Übrigens sollten Sie natürlich zusätzlich Spamfilter in Ihren Mailprogrammen einsetzen!

Möglichkeit 1: Adresse als Grafikdatei:

Sie können Ihre Mail-Adresse als kleine Grafikdatei in Ihre Webseite integrieren, die von den Robots nicht erkannt werden kann.
Nachteil: Die Adresse muss von Hand abgeschrieben werden, was Ihre Kunden vermutlich wenig komfortabel finden und worauf sie auf jeden Fall hinweisen müssen.

Möglichkeit 2: Den Besuch von Robots verbieten:

Sie können in den HTML-Dokumenten dafür sorgen, dass Robots die Seiten ignorieren. Entweder im Kopf einer Seite mit dem Meta-Tag
<head>
<meta name="robots" content="noindex">
</head>
oder in der Datei robots.txt. In dieser Datei können Sie angeben, welcher Suchroboter welche Verzeichnisse auslesen darf:

User-agent: *
Disallow: /temp/
Disallow: /

Nachteil: Damit verbieten sie nicht nur den Robotern von Spamversendern, sondern z.B. auch denen von Suchmaschinen, Ihre Seite aufzusuchen. Sie dürfen Ihre Seite auch nicht manuell bei Suchmaschinen und Verzeichnissen anmelden, da sie sonst gefunden werden kann. Auch bei einer Verlinkung Ihrer Seite von andern Webseiten funktioniert dieser Weg nicht. Und: Nicht alle Robots halten sich an den Befehl! Alles in allem ein wenig vernünftiger Weg für eine Firmenpräsentation.

Möglichkeit 3: Adresse ohne @:

Robots suchen Zeichenketten, die ein @ einschließen.
Ersetzen Sie nun dieses Zeichen z.B. durch $, % oder (at), wird die Adresse nicht erkannt, wie im Beispiel mein.name(at)meinedomain.de.
Sie müssen allerdings Ihre Besucher darauf hinweisen, dass sie das Zeichen ersetzen müssen.
Nachteil: Ähnlich wie bei einer Grafikdatei ist "Handarbeit" für die Nutzer notwendig, was manche vielleicht irritiert.

Möglichkeit 4: @ verstecken:

Ein nicht definierter HTML-Tag bewirkt, dass Suchroboter die E-Mail-Adresse im Quelltext nicht finden, diese aber korrekt dargestellt wird:

mein.name<nospam>@</nospam>meinedomain.de

Nachteil: Der mailto:-Befehl, der automatisch das auf dem Client-Rechner befindliche E-Mail-Programm öffnet und die Adresse einträgt, funktioniert nicht mehr. Die Adresse muss von Hand kopiert und eingetragen werden.

Möglichkeit 5: ASCII-Codierung:

Die E-Mail-Adresse wird teilweise oder ganz einschließlich des "mailto:" codiert:
Aus mailto:mein.name@meinedomain.de wird

&#109;&#97;&#105;&#108;&#116;&#111;&#58;&#109;&#101;&#105;
&#110;&#46;&#110;&#97;&#109;&#101;&#64;&#109;&#101;&#105;
&#110;&#101;&#100;&#111;&#109;&#97;&#105;&#110;&#46;
&#100;&#101;

Vorteil: Die Adresse funktioniert wie bisher, ist also anklickbar.
Nachteil: Clevere Suchroboter können die Adresse zurückwandeln und dann korrekt lesen. Es wird also nur ein Teil der Suchroboter abgehalten.

Möglichkeit 6: Adresse als JavaScript:

Eine kurze Befehlssequenz bewirkt, dass im HTML-Quelltext keine verwertbare Mail-Adresse erscheint:

<script>
var prefix = 'mein.name'; var domain = 'meinedomain.de';
document.write('<a href=\'mailto' + prefix + '@' + domain + '\'>');
document.write(prefix + '@' + domain + '</a>');
</script>

Mit diesem Script wird die Adresse dynamisch erzeugt, ein Robot kann keine Adresse identifizieren.
Nachteil: Die Besucher müssen natürlich in ihrem Browser die Ausführung von JavaScript zugelassen haben. Ist dies nicht der Fall, erhalten sie eine Fehlermeldung.